Die (Begriffs-) Bedeutung von “Luxus”

Das Wort „Luxus“ ist stark umstritten: Für viele steht es für Verschwendung und Überkonsum. Unmengen an Kaviar, Pelz und mehr Kleidung, als irgendjemand tragen kann. Ein Leben à la Marie Antoinette. 

Für Andere bedeutet es Protz und Selbstdarstellung. Es wird behauptet, dass die Produkte nicht aus Genussgründen oder Gefallen gekauft werden, sondern einfach weil man es kann. Ein Show-Off der teuren Dinge und bitte, dass ich mir das leisten kann, soll jeder sehen.

Weder die Verbindung zum extremen Hedonismus, noch die Assoziation mit selbstverliebten Egoisten sind komplett falsch. Jedoch sind das nur subjektive Meinungen und eben kein gesamtgesellschaftliches Verständnis des Begriffs.

In letzter Zeit wandelte sich nämlich eben dieses Verständnis und die allgemeine Definition (gibt es die eigentlich? ) extrem. 


Die Wortherkunft von Luxus

Schaut man im Duden nach, findet man folgende Definition von Luxus: 
“Kostspieliger, verschwenderischer, den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o.Ä.) übersteigender, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand, Pracht, verschwenderische Fülle”

Eine sehr negative Art “Dinge, die die Welt nicht braucht, aber das Leben schöner machen” zu sagen. 


Schaut man weiter, sieht man, dass Luxus mit Begriffen wie “Dekadenz”, “Übertrieben”, “Geld” und “Überfluss” assoziiert werden. Aber eben auch mit “lieben”, “wahr”, “leben”, “Komfort”. Das zeigt ziemlich deutlich die zwiegespaltene Haltung zu dem Begriff “Luxus”. Es zeigt aber auch, dass der Begriff schon lange nicht mehr nur in Verbindung zu materiellen Dingen steht. Der Begriff ist heute deutlich positiver assoziiert und wird eher mit ideellen Werten, wie Zeit und Liebe sowie konkreten Produktcharakteristika, wie dessen Qualität und Herkunft in Verbindung gebracht. 

Das Leben genießen, gilt teilweise auch als Luxus. Für immer mehr Menschen meint dies, Erlebnisse und Erfahrungen zu machen. Sich die Zeit für sich selbst zu nehmen; Um Dinge zu tun, die einem gut tun. #Qualitytime ist wohl eins der besten Beispiele des neuen Luxus 2.0. 


Luxus heute

Natürlich steht Luxus immernoch in Verbindung mit Wohlstand und Reichtum. Es steht auch immernoch als Gegenpol zu notwendigen Gütern. Jedoch viel positiver. Wenn wir heute von Luxus reden, meinen wir nicht die Marie Antoinette-Art. Die meisten betiteln damit elegante Menschen, Menschen mit Geschmack und Gespür für Qualität. Übermäßiger Konsum wird nicht mehr mit Luxus, sondern im Gegenteil, mit Unmengen an billigem Kram assoziiert. Sich luxuriöse Produkte zu kaufen, gilt eher als weitsichtig. Denn eine Luxus Handtasche trägt man nicht nur eine Saison und wird dann weggeworfen. Sie wird geliebt und gepflegt. Oft wird sie auch viel bewusster getragen. 



Die Demokratisierung des Luxus

Sprechen wir über Luxus, müssen wir auch über dessen Demokratisierung reden. Das bedeutet, dass die Welt der Luxusmarken und -Güter für mehr Schichten geöffnet wird. Inzwischen gibt es viel mehr Einstiegsprodukte in die Luxus-Welt. Kann ich mir nicht die Handtasche leisten, kaufe ich mir eben einen Schlüsselanhänger der Marke. So nähern sich immer mehr Menschen Luxusprodukten an. Auch das zeigt wieder, dass Luxusprodukte (zumindest nicht mehr in dem Ausmaß) gar nicht mehr als Statussymbol genutzt werden kann. Und das passt perfekt in die gesellschaftlichen Entwicklungen hinein. Die Gesellschaft entfernt sich von materiellen Statussymbolen und konsumiert Luxusgüter aus Überzeugung. Weil sie eben von besserer Qualität sind. Weil sie klassischer, zeitlos sind und weil sie den eigenen Werten entsprechen. Außerdem ist auch unsere Gesellschaft (Gott sei Dank) nicht mehr so radikal in verschiedene Klassen aufgeteilt. Alles ist viel durchmischter. 


Im Zuge dieser neuen Entwicklungen sind wir stolz eine Luxusmarken zu sein. Denn so können wir tatsächlichen Mehrwert schaffen mit Taschen und Accessoires, an denen Du lange Freude hast. 


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